Dienstag, 6. September 2011

So meine Lieben nachdem ihr ja so gequaengelt habt folgt nun der letzte Blogeintrag aus der Hoehe in La paz :) Morgen geht die Reise weiter. Um halb 10 Ortszeit werden wir in die Flotta steigen und aufbrechen richtung Pongo/ Cochabamba. Am Montag werde ich dann mit dem richtigen Teil meines freiwilligen sozialen Jahres anfangen. Bis her war es eher Sprachkurs und Erkundungstour durch La Paz! Der VErkehr den ich im ersten Eintrag noch als ueberaus laestig betitelt habe erweist sich nun als ueberaus praktisch. Wenn man irgendwo hinmoechte schat man nicht auf eine busfahrplan, denn sowas gibt es hier nicht:D, sonder stellt sich an die Strasse wartet 1 Minute und schon naehert sich der naechste Minibus ( etwas kleinerer VW- Bus) wo eigentlich 8 Leute in Deutschland drin fahren duerften hier aber man locker die doppelte Anzahl auf den umgebauten sitzbaenken platznimmt. Immer mit von der Partie die lockere und froehliche Cumbia Musik die einem auch ganz schoen auf die nerven gehen kann. Aus dem Fenster lehnt der"joven" und ruft die Haltestellen aus, da die aber meistens so schnell die plaetze und strassen herunterleiern sollte man lieber auf die Schilder  die in der Windschutzscheibe kleben achten:D Und wenn man das nicht tut und mein eventuell Alto Obrajes , der Stadtteil in dem ich wohne , verstanden zu haben dann landet man ganz einfach 500 meter tiefer in Obrajes einem andern Teil. Muss sich dann ein Taxirufen, was weitausbequemer ist oder laeuft 1 1/2 Stunden wenn man zu geizig ist den Berg hinauf. Und das meine lieben sind keine Metermorphosen sondern entspricht der Wahrheit. Jetzt zum vergangenen Wochenende auch das moechte ich euch nicht vorenthalten. Lucia, eine andere Freiwillige und ich waren Haeuser bauen, ja ihr habt richtig gehoert. Im Februar dieses Jahres sind naehmlich am Osthang La Paz durch massive Regenfaelle die Hauser weggeschwemmt worden und seit 6 Monaten muessen die  armen Menschen dort in Zelten schlafen. Und ich moechte nur erwaehnen dass die Temperatur hier nachts IMMER Minusgerade erreicht! Naja die Organisation hiess "Un Techo para mi Paìs" (http://www.untechoparamipais.org/pagina-principal/where-we-work/bolivia) und wird von Suedamerikanischenfreiwilligen geleitet. Das gibt es nicht nur in Bolivien sondern in ganz Suedamerika. Nicht nur in Notfaellen, wie es diesesmal ist, sondern auch fuer andere Situationen sind sie verantwortlich. Also sind wir mit 140 jungen Leuten ueber Schueler und Studenten( da gehoerten wir natuerlich zu:D) sind wir mit 4 Bussen zu dem betroffenen gebiet gefahren. Haben in einer Steinkirche, die bereits vorher aufgebaut worden war ( die Kirche steht hier auf dem "Campo" zuerst, denn gerade diese Menschen finden ihren Halt im Glauben) , ohne Wasser, ohne Strom, ohne Bad auf dem Fussboden geschlafen. Danke Mami, dass du mir doch noch die Isomatte angedreht hast:D. Morgens um6.30 Uhr war wecken angasagt und in unseren 4er Gruppen ging es dann los. Werkzeuge: 2 Spitzhacken und Arbeitshandschuhe. Der Boden ein Stein und Sandfeld, der auch nachdem man 60cm tiefe und 20cm breite Loecher gebuddelt hatte, nicht feucht wurde. NAch diesem ersten 9 stuendigen arbeitstag waren die Handschuhe kapput. Die knie aufgeschuerft, die Haende kaputt, und Sonnenbrand war auch mit von der Partie:D. Aber alle sind gluecklich aber totmuede ins ins BETT gefallen. Der Sonntag war weitaus amuesanter . Zwar hatten wir tierischen Muskelkater"macurca" doch ging es viel schneller. Die Waende wurden aufgestellt  und das Dach befestigt. Wenn man sich nicht ordentlich festhaelt kann es auch mal leicht passieren das man beim Nagelhereinhauen vom Dachfaellt, von den netten Machobolivianern aber schnell versorgt wird. Am Ende standen 15 Haeuser, die Klamotten waren irre dreckig und alle waren gluecklich. Das war bisher mein grosstes Arbenteuer hier! Im Dezember findet das das naechste mal statt und auch dort werde ich wieder dabei sein. So , meine Lieben das war ein kleiner Einblick, alles zu schrieben ist unmoeglich . Und bitte verzeiht meine Rechtschreibfehler aber diese Tastaturen hier sind der Horror. Z und y sind vertauscht es gibt kein ss:D und ae/ue/oe gibt es auch nicht. Achso und die Buchstaben stehen in diesem einzigartigen Internetcafe nicht auf den Tasten also muss ich raten:)
Wenn ich mich in Cochabamba zurechtgefunden habe und Zeit habe melde ich mich bald wieder
Eure Sophie
Achso Mami und Papi: Leider hat es hier auch nichts gebracht dass ihr mich Ann-Sophie genannt habt. Hier finden sie es ganz natuerlich, dass wenn ich mich mit Ann-Sophie vorstelle, Ann heisse. Und wenn ich Sophie sage dass klingt es wie bei den Hessen Sofffi. Vielleicht stelle ich mich nur noch mit Sophia vor, das klappt komischerweise:D
P.S. Mir geht es super hier!!

Samstag, 13. August 2011

Hallo meine Lieben es ist so weit. Mein erster Blogeintrag aus einem kleinen aber billigen Internetcafe in La Paz. Die Stadt ist der Hammer, das Panoramo ist genial und eigentlich ist es unmoeglich das hier alles zu beschreiben. Der Verkehr ist das reinste Chaos , derjenige der groesser ist faehrt zuerst, derjenige der laenger hupt hat Vorfahrt und generell gilt renn oder du wirst ueberfahren. Aber nun  naeheres zu meiner Gastfamilie. Ich bin die einzige Tochter und ich habe 3 Gastbrueder, die froh sind eine Schwester zu haben. Jedeb Tag habe ich von 10-12 und von 3-5 Sprachkurs und in der Mittagspause gehen wir Freiwilligen immer was  Essen. Zwar gilt hier die Regel "iss nichts von der Strasse" aber daran halten wir uns nur maessig. Was kann an Broetchen denn schon so gefaehrlich sein? Trotzden haben alle grosse Probleme mit der Verdauung, warum bloss? Heute feiern wir Steffis Geburtstag und gehen dafuer in ein Auslaenderrestaurant:) Hier laufen sowieso unzaehlige "extranjeros" herum besonders in der Touristrasse laufen daher besonders viel Taschendiebe herum. Heute wurde mir schon das erste Geld abgezogen. Klein Sophie sitzt nichts ahnend auf der sonnenueberstroemten Treppe vor der riesigen Kirche San Franzisco und wartet auf die anderen Freiwilligen. Gerade ist sie mit 15 Leuten in einem klapprigen Minibus durch den Verkehr gefahren. Ploetzlich naehert sich ganz unauffaellig ein aelterer Mann und faengt an irgendwelche Geschichten ueber die Kirche zu erzaehlen. Doch er endet nicht mit "Tschuess" sondern gib mir 3 Bolivianos. Tja Pech sag ich da nur! Doch was waere ein neues Land ohne zahlreiche Arbenteuer? Ich melde mich bald wieder eure Sophie <3

Samstag, 30. Juli 2011

Die Aufregung steigt

Haha- mein Gepäck :)
So, bald geht es los - noch 4 Tage und das Abenteuer kann beginnen. Die Koffer sind gepackt und meine Befürchtung,  die erlaubten 46kg locker  überschritten zu haben, haben sich nicht bewahrheitet. Mit einem 22kg schweren Koffer und einem nur 14kg leichten Rucksack, Geige und Handgepäcksrucksack wird es am Mittwoch um 16Uhr gen Flughafen Hannover gehen, um sich dort mit den anderen Hildesheimern zu treffen und zu verabschieden. Um 19.55Uhr geht dann auch endlich der Flieger. Eine schrecklich lange Tour steht uns 13 dann bevor. Von Hannover nach Zürich, weiter nach Sao Paulo,  dann nach Santa Cruz und zu guter letzt nach La Paz.  Er zählt mit 4061 Meter über N.N. (13325 Fuß) zu den am höchsten gelegenen Flughäfen der Welt. Um de ninternationalen Flughafen  anfliegen zu dürfen, müssen Piloten eine zusätzliche Einweisung oder Schulung im Simulator nachweisen, da Anflüge auf hochgelegene Flugplätze deutlich höhere Ansprüche an Flugbesatzungen stellen. Na toll, echt klasse wenn man Flugangst hat. Aber was tut man nicht alles für ein aufregendes Jahr?
Heute Abend wird daran aber noch nicht gedacht, denn die Abschiedsfeier steht noch bevor. Als Dekoration haben wir sogar Handtücher in den Bolivienfarben aneinander genäht und Kerzen, Strohalme und Servietten in den selben Farben besorgt, um den eigentlich viel zu großen Raum in unserem Dorfgemeinschaftshaus wenigsten etwas optisch zu verkleinern:) Ich hoffe,dass es ein schöner Abend wird. 

Sonntag, 12. Juni 2011

Bald gehts los :)

Mein Auslandsjahr- Bolivien ich komme 
Die Uhr schlägt 11,
es ist so weit-
doch gibts noch viel zu tun.
Ob Visum, Fotos, impfen lassen
auch Unianmeldung bloß nicht verpassen.
Nebst Gelbfieber und viel Radau
auch beim Kofferpacken überlegt man genau.


Doch bald wirts hart
der Abschied naht-
drum bereite dich drauf vor.
Ach Kind gib acht, lausch mit dem Ohr
doch öffne auch des Herzens Tor.


Egal ob Fettnäpfchen oder Sprachbarriere 
neben Anpassungsunfähigkeit gibts auch so oft Probleme.
Doch du darfst dich nicht entmutigen lassen
wirfs Vorurteil ab, befreie dich schnell
erfreu dich an Neuem 
dann wird aus Dunkelheit rasch Hell.


Die Eltern und Freunde die Stützend dich stark,
so teile mit deine Träume 
bleib niemals wortkarg.
Denk stets an die Stütze 
sie hilft dir gewiss sehr
und wenn du findest ein Schütze 
fällt das aufstehen nicht mehr so schwer.


Was machst du nur dort,
auch hört man oft solcher Wort.
Lern Spanisch, bleib geistig so fit
helfe auch dort im Internat mit.
Backe Brot, wasch´ Wäsche 
und hoffe dabei sehr,
dass es sei eine Gute Tat 
auch wenn es fällt schwer.


Der Padre Crispin mein Ansprechpartner ist
und gibts mal Probleme, erzähl´ ich ihm den Mist.
Doch bleib höflich auch in Pongo ist es so
wer direkt etwas sagt
ist vielleicht nicht mehr so lang froh.


2 Mal im Monat kommt Post von Sophie 
sie erzählt Geschichten und von Gefühlen wie nie.
Brief oder Mail ob Facebook oder Blog
berichtet sie fröhlich oder traurig vom Schock.
Spielt sie Geige? Geht laufen? Oder redet wie nie?
Das kann ich nicht sagen
doch wie wärs in einem Jahr noch mal nachzufragen ?


Sophie, 9. Juni 2011